Lebenskrisen

Was sind Lebenskrisen?

Der einzige Weg zu unserer Seele führt über die Kraft, zu ihr zu stehen und ihr zu folgen, unabhängig vom reinen materiellen Dasein und Lebenskampf. Manchmal zeigt sich gerade in Lebenskrisen unsere SEELE.

 

Viele von uns verlieren sich oft im alltäglichen Dasein und Überlebenskampf. Im Tun und Machen und ständig Leistung bringen. Wie sollen wir dann wissen, wer wir wirklich sind? Vielleicht brauchen wir manchmal solch eine Krise, um endlich aufzuwachen aus diesem Hamsterrad. Dann können wir uns die Frage stellen, läuft im Leben alles gut für mich? Auch wenn das manchmal heißen mag, nicht unbedingt vernünftig zu sein. Doch ist es nicht dann wichtiger, das Leben zu leben, was mehr Erfüllung und Sinn uns schenkt?

 

Unsere Seele will immer das Beste, doch sind wir kaum noch in der Lage, ihr zu lauschen, da sie sich oft schon von uns verabschiedet hat, durch traumatische Erfahrungen, Konditionierungen in unserer Kindheit und Verstrickungen in unserem Familiensystem. Wir sind gesteuert von Glaubenssätzen, die uns oft nicht gut tun und uns von uns und anderen trennen.

 

So denken wir oft, wir müssen irgendwelchen gesellschaftlichen Normen entsprechen. Die sind uns wichtiger als unsere Seele. Aber irgendwann wird sie sich vielleicht bei uns melden, in Form einer persönlichen Krise. Es können seelische Krisen sein. Depressionen, Burn-out, Sinnlosigkeit, Leere… oder aber äußerliche Schicksalsschläge, wie Verlust des Arbeitsplatzes, finanzielle Krisen, Trennungen oder auch körperliche Krisen wie  eine Krankheit. Und das kann schmerzhaft, aber auch heilsam sein, und eine Chance, nun wirklich zu leben.

 

Meist müssen wir erst in eine Krise geraten, ehe wir unsere Lebensmuster und Umstände genauer anschauen  wollen. Machen wir uns auf, still zu werden, unseren Geist zu beruhigen und unseren körperlichen Empfindungen zu lauschen, um uns für unsere Seele zu öffnen. Dann schaffen wir einen Raum, um aus der Krise zu lernen und unseren Weg zurück ins Leben zu finden.

 

Es gehört Mut dazu, seine Entscheidungen und Lebensmuster zu überprüfen. Man muss bereit und offen sein, um wirklich tiefer zu blicken und oft führen uns erst wirkliche Krisen dahin. Doch dann kann es möglich sein, einen neuen gesünderen Lebensweg für sich zu finden. Oft gehört dann zu einer Heilung eine radikale Veränderung unseres gewohnten Lebens.

Was sind Lebensmuster?

Lebensmuster sind Prägungen des Lebens. Vom Beginn unserer Existenz an werden wir durch Einflüsse aus unserer Umwelt geformt. Dazu zählt die Erfahrung im Mutterleib, die Geburt, die Beziehung zu unseren Bezugspersonen und nahen Menschen, wie die Familie, Freunde, Lehrer etc. und auch der gesellschaftliche Kontext, in dem wir groß werden.

 

Unsere emotionalen und unsere Verhaltensmuster sind also weitestgehend durch unsere Kindheit und unser Familiensystem bestimmt. Manche von ihnen mögen vielleicht heute noch sinnvoll sein und ihren Zweck erfüllen, sowie ein Automatismus, der uns das Leben erleichtern kann.

 

Doch viele von diesen Mustern sind einfach nicht mehr nützlich und wirken oft wie innere Fesseln, die uns daran hindern können, ein glückliches und wirklich sinnvolles Leben zu führen. Sie halten uns davon ab, zu spüren, was wir wirklich brauchen und wollen und wer wir wirklich sind. Doch oft behalten wir sie, da sie uns vermeintlich Sicherheit geben, sie sind uns vertraut. Tagtäglich machen wir dieselben Fehler und wundern uns, warum wir nicht zufriedener werden. Wir überfordern uns, arbeiten zu viel, essen zu viel, versuchen andere zu kontrollieren, suchen uns die falschen Partner oder auch Jobs die uns nicht glücklich machen etc.

 

Es sind wiederkehrende Themen, die uns zu schaffen machen. Ungelöste Konflikte in uns selbst, die sich im Außen manifestieren. Wir produzieren diese immer wieder von Neuen und wissen eigentlich nicht, warum.

 

Die Ursachen können in unseren eigenen Konditionierungen liegen, in unserem Unbewussten, auf das wir im alltäglichen Erleben keinen Zugriff haben oder aber auch in den Verstrickungen mit unseren Familienmitgliedern. Viele Menschen haben Traumata erlebt, die sie selber nicht bearbeiten konnten oder wollten. So werden diese im Familensystem weitergegeben, meist über mehrere Generationen. Hierbei kann die Aufstellungsarbeit sehr helfen.