Angst & Depression

Wie entstehen bei Trauma Angst und Depression?

Angst ist erst einmal ein Gefühl, das uns vor Gefahren warnen und beschützen soll. Es lässt uns sehr aufmerksam sein, um schnell entscheiden zu können, was bei einer Gefahrensituation zu tun ist. Ohne Angst könnte der Mensch nicht überleben. Dieses Gefühl trägt dazu bei, das Leben zu schützen, sich selbst, seine Kinder und andere Lebewesen. Deshalb wäre es fatal, dieses Gefühl nicht haben zu wollen.

 

Durch traumatische Erfahrungen können aber nun Angststörungen entstehen, die uns massiv behindern, das Leben zu führen, was wir uns wünschen. Sie entstehen, wenn der Mensch durch ein Trauma zu viel Spannung in sich trägt.

 

Die meisten nehmen diese Spannung erst wahr, wenn sie sich mal entspannen wollen und es dann nicht können. Der Körper steht also permanent unter Anspannung und ist somit in ständiger Alarmbereitschaft. Die Fähigkeit zu Empfinden ist jetzt stark erhöht. Da muss jetzt nur ein kleiner Auslöser kommen und die Erregung im Körper steigt noch mehr an.

 

Jetzt denkt der Mensch, er hätte Angst. Körperliche Symptome, Herzklopfen, Druck im Bauch, Kloß im Hals etc.. treten auf. Da dies nicht kontrollierbar ist, entsteht oft die panische Reaktion. Körper reagiert und ein Gefühl der Angst entsteht. Auf alle anderen Sinneskanäle kann er nun nicht mehr zurück greifen. Dadurch dass die Grunderregung in einem traumatisierten Körper zu hoch ist, entstehen schneller Furcht und Schrecken und die Kampf- und Fluchtreaktion setzt ein, obwohl keine wirkliche Gefahr besteht.

Ein Mensch mit einem traumatisiertes Nervernsystem wittert überall Gefahren, auch da wo offensichtlich keine sind.

 

Die Erregung geht nach oben. Der Mensch ist nun nicht mehr in der Lage, mit sich und anderen in Kontakt zu sein. Die Realität kann nicht mehr wahrgenommen werden. Er ist nicht mehr im Hier und Jetzt orientiert. Und da nun diese starke Erregung auf Dauer nicht aushaltbar ist, fällt der Körper irgendwann in einen unterregten  Zustand. Das ist der letzte Ausweg, um mit der Überwältigung umgehen zu können. Der Körper erstarrt. um sich zu schützen. Doch die große Erregung steckt immer noch im Nervensystem.

So kommt es zu einer Depression und Symptomen wie Sinnlosigkeit, Kraftlosigkeit, Unfähigkeit zu Empfinden treten auf.

Bei einer Depression steht der Körper unter höchstem Stress und Anspannung mit einem Gefühl nichts tun zu können, also absolut ohnmächtig zu sein.

Es geschieht eine höchste Aktivierung und Spannung des Körpers mit  gleichzeitigem absolutem Stillstand. Es ist ein Zustand nchts zu empfinden, nichts wahrznehmen und fühlen zu können  trotz höchster Erregung.

 

Durch die köperorientierte Traumatherapie versuchen wir gemeinsam diese Spanung in ihrem Körper und das zu viel an Energie dosiert loszulassen. So werden Sie wieder in der Lage sein, sich zu fühlen und wirklich zu entspannen.